Tauchen und Schnorcheln im Oman
Durch die 1700 km lange Küstenlinie weist das Sultanat Oman eine
sehr abwechslungs- und artenreiche Meeresflora und -fauna auf. Die Gewässer
reich an Fischen, wirbellosen Meeresbewohnern sowie Korallen. Es gibt
allerdings aufgrund der vorherrschenden Strömungskräfte keine
rieseigen Korallenriffe, wie sie beispielsweise im Roten Meer zu finden
sind. Ansehnliche Korallenbänke finden sich dennoch in geschützten
Buchten.
Dennoch ist der Oman auch für diejenigen Taucher ein interessantes
Ziel, die schon die schönsten Tauchreviere der Welt kennen. Die
Vielzahl an Doktorfischen, Clownfischen, Soldatenfischen, Papageienfischen,
Lippfischen, Kugelfischen, Igelfischen, Tintenfischen, Meerengeln, Gauklern,
Drachenköpfen, Schnäppern, Stören, Kardinalbarschen,
Barrakudas, Muränen und Mantas ist beeindruckend. Auch verschiedene
Schildkrötenarten, Wale und Delphine locken in die omanischen Gewässer.
Wegen des üppigen Nahrungsangebotes kommen viele Fische in großen
Schwärmen vor.
Der Oman wird seit einigen Jahren von immer mehr Tauchern entdeckt,
was die stetige Zunahme von Tauchzentren im Land zur Folge hat. Die
Oman Diving Federation überwacht die Sicherheitsstandards der Tauchschulen,
koordiniert deren Aktivitäten, publiziert Informationsschriften
und organisiert Ausstellungen und verschiedene Projekte. Mit viel Engagement
widmet sich die Oman Diving Federation auch dem Schutz der Meeresflora
und -fauna.
Die optimale Tauchsaison im Oman liegt zwischen April und Juli, wenn das Wasser am ruhigsten und am klarsten ist. Für den Dhofar beginnt die beste Tauchsaison im Februar, ab Anfang Juni wird das Tauchen durch den Monsun unmöglich.
Hauptstadtregion
Rund um Muscat finden sich in nahe gelegenen ruhigen Buchten und bei
vorgelagerten Felseninseln entlang der Küstenlinie viele sehenswerte
Tauchreviere. Besonders interessant für Taucher und Schnorchler
sind die Gebiete um die Insel Fahal und Cat Island bei Bandar al-Rowdah
zwischen Muscat und Al-Bustan sowie die korallenüberwachsenen Buchten
von Bandar Jissah und Bandar Khayran mit ihren bis zu 30 m tiefen Abbrüchen.
Etwas weiter in Richtung Südosten liegt Ras Abu Daoud, wo man durch
ein Felsenloch und durch dichte Fischschwärme tauchen kann. Spektakulär
ist das Wrack eines 1982 gesunkenen Schiffes bei Quriat, das in einer
Tiefe von 14 m liegt. Ein weiteres Wrack liegt in 10 m Tiefe zwischen
Mutrah und Muscat, zu einem dritten gesunkenen Schiff in 27 m Tiefe
kann man bei der Insel Fahal tauchen.
Halbinsel Musandam
Im hohen Norden des Oman erwartet den Taucher eine besondere Attraktion.
In den vielen fjordähnlichen Buchten und um unzählige Felseninseln
herum eröffnet sich eine besonders faszinierende Szenerie. Die
einsame und nahezu unberührte Natur präsentiert Korallen in
einer breiten Farbpalette. In den strömungsreichen Gebieten kommen
anspruchsvolle und erfahrene Taucher voll auf ihre Kosten. Die schönsten
Stellen liegen im Norden und Osten der Halbinsel.
Daymaniyat-Inseln
Diese im Norden Omans dem Ras al-Sawadi vorgelagerte Kette aus neun
kleinen Felseninseln steht unter Naturschutz. Tauchgänge in diesem
maritimen Wunderland mit seinen ausgedehnten Riffen, steilen Felsenwänden,
Abbrüchen von bis zu 40 m Tiefe und vielfältigen Korallengärten
sind nur mit Arrangements über die lokalen Tauchzentren möglich,
da hierfür besondere Genehmigungen der Regierung notwendig sind.
Das Betreten der Inseln bleibt selbst mit Tauchgenehmigung fast überall
verboten, um die hier nistenden seltenen Seevögel zu schützen.
Rund um die Daymaniyats ist die Chance, auf Großfische wie den
Walhai oder auf Schildkröten zu treffen, besonders gut.
Dhofar
Vor der Küste Dhofars dehnen sich zur und nach der Monsunzeit weite
Seetangwälder aus. In ihnen zu tauchen übt eine besondere
Faszination aus, stellt aber auch eine Herausforderung dar. Die beste
Zeit zum Tang-Tauchen ist im September und Oktober, wenn die Monsunstürme
abgeflaut sind und die See wieder ruhiger ist.
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